Volker Winfried Heyn, geboren am 13. Dezember 1938 in Karlsruhe, folgte einem Bildungsweg, bei der Musik kaum eine Rolle spielte. 1960 übersiedelte er nach Australien, wo er u. a. in der stahlverarbeitenden Industrie arbeitete. Dabei hörte er in riesigen Fabrikhallen metallische Klänge, die er auf Tonband aufnahm. Auf seine Kompositionen übten diese Klänge später einen starken Einfluss aus, wobei er sie nie konkret einsetzte. 1961–63 studierte er zunächst Schauspiel an der Savitzky Actors School in Melbourne; damals war er auch Mitglied einer reisenden Theatergruppe. Erst 1966–70 folgte ein Gitarrestudium bei Antonio Losada in Sydney; parallel dazu studierte er Musiktheorie bei Don Andrews am Sydney Conservatorium of Music of the University of Sydney.
Auch nach seiner Rückkehr nach Europa blieb die Gitarre sein Hauptfach, wobei er 1972–77 Schüler von Mario Sicca an der Hochschule für Musik in Karlsruhe wurde. Dort besuchte er auch die Kompositionsklasse von Eugen Werner Velte und spielte in dessen »Gruppe kreative Musik« mit. Seine ersten Kompositionen, die er später zurückzog, entstanden 1975.
Schon im mittleren Alter, doch relativ früh in seiner Laufbahn als Komponist erhielt Heyn Forschungsstipendien der Kunststiftung Baden-Württemberg (Stuttgart 1981) sowie der Heinrich Strobel-Stiftung des SWF zur Arbeit im Experimentalstudio in Freiburg im Breisgau (1982). ...